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Vernetzung und Sicherheit. nextroom fragt Stefan Penz und Ludwig Kratzer

Schlüssel und Schloss oder vernetzte Zutrittslösung. Technologien rund um die Türe sind heute smart und komfortabel. Wie lassen sich neben den sicherheitstechnischen auch gestalterische Ansprüche erfüllen? nextroom fragt Stefan Penz, Geschäftsführer und Ludwig Kratzer, Prokurist der dormakaba Austria. Eine Reportage von Martina Pfeifer Steiner

Bei der Zusammenführung der börsennotierten schweizerischen Firma Kaba und des deutschen Familienunternehmens Dorma wurde viel Kreativität an den Tag gelegt. Beide haben sich seit über einem Jahrhundert mit Zutrittslösungen in Gebäuden beschäftigt und ergänzen sich perfekt. Auch mit regionalen Synergien – so war Kaba in den USA stärker präsent und Dorma am Markt des Nahen und Fernen Ostens. Eine Fusion auf Augenhöhe. Der Konzern dormakaba ist heute in 130 Ländern mit 16.000 MitarbeiterInnen vertreten und verfügt über mehr als 2.000 Patente. Geschäftsführer Stefan Penz ist für den österreichischen Markt verantwortlich, mit den drei Vertriebsbereichen Handel und Industrie, Zutritts- und Zeiterfassungssysteme sowie – ganz wichtig – Service: „Die zwei Unternehmen mit ihren MitarbeiterInnen passen auch in Österreich so gut zusammen, dass es sich für uns heute wie eine große dormakaba-Familie anfühlt.“

Wie weit das Produktportfolio – in einer Kurzfassung mit „rund um die Türe“ beschreibbar – gefasst ist, lässt sich prominent an Hamburgs Elbphilharmonie erläutern: Brandschutz ist immer das große Thema, so sind dormakaba Türschließer mit der Brandmeldeanlage verbunden und reagieren sekundenschnell; automatische Schiebe- und Drehtüren sowie spezielle Sensorschleusen garantieren Barrierefreiheit; die Drehsperren am Eingang wurden extra für die Elbphilharmonie großzügiger gebaut; die automatische Schiebewand im Foyer steuert den Personenfluss; Glastürbeschläge und Türdrücker fügen sich elegant ins Gestaltungskonzept ein; der flache Drehflügelantrieb bei den Glastüren zur Außenplattform trotzt Sturm und Regen; insgesamt 3.000 Türschließer von dormakaba sind im Konzerthaus, Hotel und in den Luxuswohnungen eingebaut.

„Wir streben die Innovationsführerschaft an. Wie überall hat auch in unserer Branche die Digitalisierung extrem zugenommen. Es findet ein permanenter Substitutionsprozess statt, mechanische Systeme werden mit digitalen ergänzt, teilweise auch ersetzt“, sagt Ludwig Kratzer, der neben dem Key-account Management für Großkunden, z.B. Lebensmittelketten, vor allem für die Belange der Architektur- und Planungsbüros mit seinem Team verantwortlich ist. Die Cloud-basierte elektronische Zutrittslösung ‚exivo’ beispielsweise, bietet maximale Flexibilität von der kleinen Gemeinschaftspraxis bis zu den mittelständischen Unternehmen. Über die webbasierte Plattform verwalten die Kunden individuell ihre Zutrittsberechtigungen und brauchen keine eigene Hardware.

Wichtig bei den hochkomplexen Bauaufgaben sind die Vernetzung aller Gewerke und offene, intelligente Schnittstellen. Das ‚Smart Building‘ ist Synonym für vernetzte Services und digitale Ökosysteme, die Sicherheit und Komfort in Einklang bringen. „Der ganzheitliche Zugang ist für dormakaba zentral, wir investieren extrem viel in die Objekt-, Planer- und Bauherrenberatung. Unser Anspruch ist es, ein verlässlicher Partner für Planungs- und Kostensicherheit, also auch normenfit zu sein“, bekräftigt Ludwig Kratzer. Vor allem das Themenfeld Brandschutz, Fluchtwege und Barrierefreiheit habe viel Potenzial für spezielle und vor allem ästhetische Lösungen, die bei der Produktentwicklung generell mit höchster Priorität behandelt werden.

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