In Offenbach am Main wurde die Architekturikone Omega Haus umfangreich saniert und zukunftsgerecht modernisiert. Dabei wird auch die Bandfenster-Fassade aus den 1990er Jahren mit einem speziellen Sanierungsfenster revitalisiert. ©WICONA/Mediashots

Das Konzept des Sanierungsfensters ist intelligent wie einfach: Es werden ausschließlich die Füllungs- und Öffnungselemente der alten Fenster ausgetauscht, während die bestehende Rahmenkonstruktion erhalten bleibt. ©WICONA/Mediashots

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Die neuen Fensterflügel aus der Aluminiumlegierung Hydro CIRCAL 75R von WICONA werden montiert – um Toleranzen auszugleichen und die Dichtigkeit zu gewährleisten, wurde dazu ein projektspezifischer Adapterrahmen entwickelt. ©WICONA/Mediashots

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Bestandsfassaden wirtschaftlich und nachhaltig revitalisieren

Beim Omega Haus in Offenbach (Main) ermöglichte ein projektspezifisches Sanierungsfenster von WICONA eine minimalinvasive Fassadenrevitalisierung und einen geschlossenen Materialkreislauf.

Das Omega Haus gilt aufgrund seiner charakteristischen Architektur als Wahrzeichen. Im Zuge einer umfassenden Sanierung galt es, dass in den 1990er-Jahren erstellte Ensemble in ein nachhaltiges und ESG-konformes Gebäude nach EGB 55-Standard mit angestrebter LEED Gold Zertifizierung zu verwandeln.

Selektive Fassadenrevitalisierung

Ein Bestandteil war die Revitalisierung der Bandfenster-Fassaden mit nahezu 5.000 Fensterflügeln. Dabei war eine Lösung gefragt, die Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz, Nachhaltigkeit sowie behördliche Vorgaben hinsichtlich der Gebäudeoptik kombiniert. Vor diesem Hintergrund entwickelten WICONA und der Fassadenbau-Spezialist HEIDENBAUER ein projektspezifisches Sanierungsfenster. Das Konzept: Es wurden ausschließlich Füllungs- und Öffnungselemente ausgetauscht, während die bestehende Rahmenkonstruktion erhalten blieb. Für eine einfache Montage wurde eine spezieller Adapterrahmen mit integriertem Toleranzausgleich in den bestehenden Blendrahmen integriert. Dank präziser Planung und Vorfertigung konnten wöchentlich bis zu 150 Fenster erneuert werden. So wurde mit einem begrenzten und selektiven Eingriff in die Gebäudestruktur eine deutliche Verbesserung von Wärmeschutz und Gebrauchstauglichkeit erreicht – eine ressourcen-, zeit- und kostensparende Alternative zum vollständigen Fassadenaustausch.

Echte Kreislaufwirtschaft in der Praxis

Darüber hinaus setzt das Projekt neue Maßstäbe im zirkulären Bauen: Erstmals führten WICONA und die Partner Saint-Gobain Glass und Semperit ihre End-of-Life-Materialien Aluminium, Glas und EPDM-Dichtungen in den jeweiligen Wertstoffkreislauf zurück. Die neuen Fensterflügel des Omega Haus bestehen aus der Aluminiumlegierung Hydro CIRCAL 75R, die zu mindestens 75 % aus recyceltem End-of-Life-Aluminium gefertigt ist und lediglich 1,9 kg CO₂ pro kg Aluminium emittiert. Zudem erreichen die neuen Fenster und Festverglasungen mit Dreifach-Isolierglas einen U-Wert von unter 0,99 W/m²K und erfüllen damit die Anforderungen des EGB-55-Standards.

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